Fotostrecke

1962 bis heute: Die 10 größten Naturkatastrophen Deutschlands

Ahrweiler in Trümmern
1 von 10
Ahrweiler in Rheinland-Pfalz, Juli 2021 – Das Wettertief „Bernd“ sorgte für Starkregen von bis zu 150 Litern pro Quadratmeter in 24 Stunden. Die Folge: Eine Sturmflut, die rund 130 Menschen in den Tod riss. An der Opferzahl bemessen handelte es sich um die größte Naturkatastrophe seit der Hamburger Sturmflut in 1962. Der Versicherungsschadenaufwand für beschädigte Wohngebäude, Betriebe, Kraftfahrzeuge etc. beträgt etwa 8,5 Milliarden Euro. Bis heute fallen Wiederaufbauarbeiten an.
Hagelkörner in Golfballgröße.
2 von 10
Göppingen in Baden-Württemberg, Juli 2013 – Das Hagelunwetter zog über den Großraum Tübingen über Reutlingen und Göppingen bis nach Bayern. Die Hagelkörner in Golfballgröße richteten versicherte Schäden von über 3 Milliarden Euro an.
Deggendorfer Ortsteil und die Autobahn A3 sind vom Hochwasser umspült.
3 von 10
Deggendorf in Bayern, Juni 2013 – Land unter in Ost- und Süddeutschland: Autos soffen ab, Keller wurden geflutet und Gebäude demoliert. Es handelte sich um einen Versicherungsschadenaufwand von etwa 2,3 Milliarden Euro.
Folgen von Orkan Kyrill in Barsinghausen.
4 von 10
Barsinghausen in Niedersachsen, Januar, 2007 – Orkanböen reißen ein Hochhausdach aus – es landet auf den Häusern einer Wohnhaussiedlung. Kyrill fegte über weite Teile Europas und richtete deutschlandweit versicherte Schäden von etwa 3,6 Milliarden Euro an. Es handelte sich um den stärksten Orkan seit Lothar im Dezember 1999.
Ausgetrockneter Rhein während der Hitzewelle 2003.
5 von 10
Rheinufer in Düsseldorf, Juli 2003 – Diese europäische Hitzeperiode trocknete Flüsse sowie Felder aus und zog Waldbrände mit sich. Besonders schlimm hat es Frankreich getroffen, doch auch in Deutschland zählte etwa 7000 Tote.
LKW der Bundeswehr fährt durch die überflutete Stadt Flöha, Augustusburger Straße in Sachsen.
6 von 10
Flöha in Sachsen, August 2002 – Dem Hochwasser der Elbe und Nebenflüsse fielen mindestens 45 Menschen zum Opfer. Sachsen war mit 21 Verunglückten am schlimmsten betroffen. Die versicherten Schäden dieser Katastrophe beliefen sich auf etwa 4,8 Milliarden Euro. In Deutschland zog das Unwetter von Sachsen über Sachsen-Anhalt und Brandenburg in den Norden. Auch Österreich und Tschechien waren von den flutenden Wassermassen betroffen.
Kahlflächen als Orkan-Folgen im Schwarzwald.
7 von 10
Schwarzwald, Januar 2000 – Einen Monat nachdem Orkan Lothar mit Windgeschwindigkeiten von über 200 Kilometern pro Stunde überm Schwarzwald gewütet hatte, zeigten sich die Folgen: Es sind deutschlandweit rund 40.000 Hektar Kahlflächen entstanden.
Rekordwert des Oderhochwassers in Ratzdorf
8 von 10
Ratzdorf in Brandenburg, Juli/August, 1997 – Das Oderhochwasser gilt als erste große Flutwelle im wiedervereinigten Deutschland. Besonders schwer waren Polen und Tschechien betroffen, aber auch in Deutschland flutet die Oder über und stellt weite Teile Brandenburgs unter Wasser. In Ratzdorf erreichte der Wasserstand einen Rekordwert von 6,88 Metern.
Aufräumarbeiten nach Orkan „Wiebke“
9 von 10
Erbach in Hessen, März 1990 – Erst „Daria“, dann „Vivian“ und anschließend „Wiebke“: Drei Stürme wehten innerhalb weniger Wochen nacheinander über Deutschland. Besonders der letzte sorgte für schwere Verwüstungen – 35 Menschen verloren hierzulande ihr Leben.
Häuser unterwasser während der Hamburger Sturmflut 1962.
10 von 10
Hamburg, Februar 1962 – Eine Sturmflut wütete über Norddeutschland. Dabei versank Hamburg nach etlichen Deichbrüchen im Wasser und über 300 Menschen kamen ums Leben. Die Hansestadt fiel seither weiteren Fluten zum Opfer, doch keine war so schlimm wie diese.
  • Felina Wellner
    VonFelina Wellner
    schließen

Von der Hamburger Sturmflut 1962 über die Hitzewelle im August 2003 bis zum Starkregen im Bezirk Ahrweiler 2021 hat es in Deutschland schon so einige Naturkatastrophen gegeben.

Hitzewellen, Überschwemmungen und Stürme – Naturkatastrophen werden weltweit häufiger und teurer, warnt die Münchener Rückversicherungsgesellschaft Munich RE. Dass auch Deutschland nicht davon verschont bleibt, hat der Fall Ahrweiler vor fast zwei Jahren besonders eindrücklich gezeigt. Diese Katastrophe machte 2021 mit rund 12,6 Milliarden Euro zum teuersten deutschen Naturgefahrenjahr für Versicherer, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Wir blicken zurück auf diese und weitere Naturkatastrophen des Landes – die größten seit der Nachkriegszeit.

Quellen: Deutscher Wetterdienst, GDV, dpa

Rubriklistenbild: © Imago

Kommentare