In gleich vier Regionen gesehen
Wolf in NRW gesichtet: Spaziergänger macht Fotos
Innerhalb weniger Tage wurde in NRW mehrfach ein Wolf gesichtet. Darunter im Kreis Euskirchen. Einmal konnte ein Spaziergänger sogar Fotos machen.
Köln – Zuletzt sorgte vor rund zwei Jahren ein Wolf mitten in Köln für Aufsehen. Seitdem ist es relativ ruhig geworden um die Tiere in NRW – bis jetzt. Denn innerhalb weniger Tage wurden nun gleich mehrfach Wölfe gesichtet. Das teilt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) mit.
Innerhalb weniger Tage mehrfach Wolf in NRW gesichtet – ein Spaziergänger machte sogar Fotos
Sowohl im Kreis Coesfeld als auch im Kreis Euskirchen und im Kreis Siegen-Wittgenstein wurden Wölfe gesehen. Die Identität und Herkunft der beobachteten Wölfe sind nicht bekannt, so das LANUV weiter. Allerdings wurden „alle Beobachtungsorte von den örtlichen Wolfsberater*innen bzw. Behörden verifiziert“.
Am 30. April 2023 konnte ein Spaziergänger einen Wolf in Havixbeck (Kreis Coesfeld) „einige Minuten lang beobachten und dabei Fotos sowie ein Video erstellen“, heißt es weiter. Nur wenige Stunden später gelang es einer Beobachterin im südlicher gelegenen Senden (Kreis Coesfeld), einen Wolf zu fotografieren.
Am 2. Mai und am 5. Mai wurde ein Wolf von einem Mitarbeiter des Nationalparks Eifel in Schleiden (Kreis Euskirchen) gefilmt, erklärt das LANUV weiter. Zwei Tage später wurde außerdem in einem Wald bei Bad Berleburg (Kreis Siegen-Wittgenstein) ein Wolf von einer Wildkamera fotografiert.
Wölfe in NRW: Hier wurden Tiere zuletzt gesichtet
- Am 30. April 2023 in Havixbeck und Senden (Kreis Coesfeld): Von Spaziergängern beobachtet und gefilmt.
- Am 2. Mai im Nationalpark Eifel in Scheiden (Kreis Euskirchen): Von einem Mitarbeiter des Nationalparks gefilmt.
- Am 5. Mai im Nationalpark Eifel in Scheiden (Kreis Euskirchen): Von einem Mitarbeiter des Nationalparks gefilmt.
- Am 7. Mai in Bad Berleburg (Kreis Siegen-Wittgenstein): Von einer Wildkamera fotografiert.
Wölfe in NRW: Vier Wolfsgebiete – aber auch abseits der Gebiete gibt es Wölfe
Derzeit sind in NRW vier Wolfsgebiete bekannt. Laut der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) leben in Dämmerwald-Üfter Mark (Kreis Borken, Kreis Recklinghausen und Kreis Wesel), Hohe Mark (Kreis Recklinghausen), Leuscheid (Rhein-Sieg-Kreis) und Schermbeck (Kreis Wesel) Wölfe. Aber auch abseits dieser Gebiete können Wölfe in Regionen vorkommen.
Empfehlungen des LANUV bei Begegnungen mit einem Wolf
Auch in einem Gebiet, in dem Wölfe ihr Revier haben, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass Sie einen Wolf zu Gesicht bekommen. Wölfe meiden die Nähe des Menschen. Vor allem bei jungen und unerfahrenen Wölfen kann es aber vorkommen, dass die Neugier stärker ist als die Furcht.
Wenn Sie einem Wolf begegnen, sollten Sie sich wie folgt verhalten:
► Nicht versuchen, sich dem Wolf zu nähern, ihn anzufassen oder zu füttern!
► Nicht weglaufen, am besten stehen bleiben und abwarten, bis sich der Wolf zurückzieht.
► Wenn man selbst den Abstand vergrößern will, langsam zurückziehen.
► Man kann den Wolf auch vertreiben, indem man auf sich aufmerksam macht (laut ansprechen, in die Hände klatschen, mit den Armen winken).
Beispielsweise wurden bereits im Königsforst Wolfsspuren nachgewiesen. Denn Wölfe verlassen spätestens bis zum Ende des zweiten Lebensjahres das Rudel und wandern mitunter über mehrere Hundert Kilometer, erklärt LANUV. (jw)
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