Aussichten für Februar und März

Kaum Chancen für Winter-Wetter im Februar und März: Meteorologe klärt auf

Der Winter 2024/25 ist mild: Keine anhaltenden Schneefälle, kaum Dauerfrost – ein Meteorloge erklärt, wieso damit auch kaum zu rechnen ist.

Frankfurt – Der Winter ist weitgehend vorbei – zumindest laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Nach einem bereits viel zu milden Dezember wird auch der Januar trotz vereinzelter frostiger Tage am Ende zu warm abschließen. Wie die Daten von wetter.net zeigen, bleibt auch der Februar hinter den Erwartungen an einen klassischen Winter zurück: Statt klirrender Kälte rechnen Experten mit Temperaturen, die im Monatsmittel 1 bis 2 Grad über dem Durchschnitt liegen.

Winter-Wetter 2025: Längere Schnee- und Frostphasen eher die Ausnahme als die Regel

Zwar könne es sporadisch Nachtfrost oder kurzzeitig Schnee geben, doch eine nachhaltige Winterphase mit einer stabilen Schneedecke und Dauerfrost über mehrere Tage wird es wohl nicht geben. Der Winter 2024/25 wird laut Jung als Mildwinter in die Geschichte eingehen. Die wenigen kalten Tage seien lediglich eine Ablenkung von den langfristigen Trends. Zuletzt warnte Jung zudem vor „beispiellosem“ Extremwetter Ende Januar.

Am Samstag (25. Januar) werden in Deutschland bis zu 18 °C erwartet. Das soll Winterwetter sein?

Auch für den März sehen die Aussichten nicht besser aus. Sollte es im März oder sogar April Schnee geben, handelt es sich meist um kurze Episoden. Stundenschnee, der innerhalb weniger Stunden wieder wegtaut, wird wahrscheinlicher sein als eine anhaltende Winterlandschaft. Solche Phänomene treten häufig bei plötzlichen Temperaturstürzen auf, die schnell wieder von milder Luft verdrängt werden. Diese Unbeständigkeit passt zum Gesamtbild eines Winters, der die klassischen Eigenschaften wie Dauerfrost und langanhaltende Schneedecken kaum noch zeigt. Auch wenn viele hoffen, dass spätere Monate winterlicher werden könnten, sind die Chancen laut wetter.net gering.

Klimawandel macht Mildwinter zur neuen Norm

Der Grund für diese veränderte Winterlandschaft liegt klar auf der Hand: der Klimawandel. Ein Phänomen wie die sogenannte Inversion, bei der bodennahe Luft kalt bleibt, während die höhere Atmosphäre Rekordtemperaturen erreicht, wird oft als Gegenargument für die globale Erwärmung verwendet. Doch Diplom-Meteorologe Jung stellt klar: „Auch wenn es am Boden regional ein paar Tage frostig war, bleibt die Atmosphäre insgesamt rekordwarm. Das ist ein deutliches Zeichen der globalen Erwärmung.“ Das schönzureden, sei keine Lösung. Der Winter, wie wir ihn kennen, wird immer seltener. Stattdessen etabliert sich der Mildwinter als neue Norm – mit all den Konsequenzen für Natur, Mensch und Wintersport.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth

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