Kolumne vom Meteorlogen Dominik Jung
Erste Prognose für Winter-Wetter 2025/26: Eiskalter Frühstart mit Schneechaos droht
Modelle zeigen Spannungen zwischen Polarwirbel, Atlantik und La Niña – der Winter 2025/26 könnte alles bieten. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Die aktuelle Großwetterlage wird von Meteorologen aufmerksam beobachtet: La Niña deutet sich an, was den Polarwirbel ins Wanken bringen könnte. Ein schwacher Polarwirbel lässt kalte Luft leichter nach Mitteleuropa vordringen, was für einen frühen Wintereinbruch sprechen würde.
Schon im Dezember könnte es demnach erste frostige Phasen geben, möglicherweise sogar mit Schneefall bis ins Tiefland. Allerdings zeigen einige Simulationen, dass genau diese Kälte nur kurz anhalten könnte, bevor mildere Westwinde übernehmen. Es bleibt also spannend, ob der Winter direkt im Advent seine kalte Visitenkarte abgibt oder nur einen Vorgeschmack liefert. Noch im Juli gab es Schnee auf der Zugspitze.
Was die Wetter-Modelle für den Winter andeuten
Schaut man genauer in die saisonalen Modelle, entsteht ein widersprüchliches Bild. Einige Szenarien deuten für den Januar auf ungewöhnlich kalte Phasen hin, die durchaus für längere Schneelagen reichen könnten. Andere Berechnungen setzen hingegen auf positive NAO- und AO-Phasen, also Westwetterlagen mit viel milder Atlantikluft.
Das würde für Temperaturen deutlich über dem Schnitt sprechen und Schnee eher zu einer Randerscheinung machen. Besonders spannend: Einzelne Langfristtrends legen nahe, dass der Winter in der zweiten Hälfte umschwenken könnte – von mildem Dezember zu einem überraschend kalten Januar oder Februar. Wer sich also schon jetzt auf Dauerschnee einstellt, könnte enttäuscht werden, doch ein echtes Kältefenster ist weiterhin möglich.
Winter-Wetter 2025/26 ist vorerst ein Rätsel
Zusammengefasst bleibt der Winter 2025/26 ein echtes Rätsel: Anzeichen für kalte Ausreißer sind da, vor allem, wenn der Polarwirbel schwächelt oder eine Stratosphärenerwärmung einsetzt. Gleichzeitig sprechen mehrere Modelle für mildere Monate mit häufigem Regen – ein Muster, das wir in den letzten Jahren oft erlebt haben.
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Was letztlich überwiegt, entscheidet sich an den Feinheiten: La Niña, Atlantikströmungen und die Entwicklung der Arktis. Damit ist alles drin – vom kurzen Schneeschock über graue Matschwochen bis hin zu einem überraschend eisigen Januar. Sicher ist nur eins: Die Wetterkarten bleiben spannend, und Deutschland darf sich auf einen Winter einstellen, der für Schlagzeilen sorgen wird. Derweil trifft ein neues Gesetz beliebte Ski-Pisten in Italien.
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