Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Sturm, Schnee und Temperatursturz: Winter-Walze rollt an – Wetter-Grenze spaltet Deutschland

Schon am kommenden Wochenende könnte es krachen: Die Polarfront erreicht Deutschland. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Die Wettermodelle zeigen einen der extremsten Temperaturwechsel dieses Herbstes – und der könnte schon bald Realität werden. Während zu Wochenbeginn (10. November) noch milde Luftmassen aus Südwesten dominieren und in der Höhe teils 10 bis 12 Grad über dem Mittel liegen, kündigt sich ab Freitag (14. November) ein markanter Polarvorstoß an.

Polarfront schon am Wochenende (15. und 16. November)? Aus Norden könnte es deutlich kälter werden. Die extreme Warmluft würde vertrieben.

Auf der Karte für Samstag (15. November) ist die Temperaturgrenze deutlich zu sehen: Im Süden Deutschlands herrscht noch immer frühlingshafte Warmluft, im Norden dagegen greift eiskalte Polarluft mit bis zu –6 Grad in 1500 Metern Höhe durch. Die Polarfront verläuft mitten über Deutschland – und sie könnte für ein echtes Wetterchaos sorgen.

Süden und Norden geteilt: Kaltluft bringt laut Wettermodell den Winter nach Deutschland

Mit der heranrauschenden Kaltluft verschärfen sich die Wetterbedingungen deutlich. Zwischen der warmen Luft im Süden und der einströmenden Polarluft aus dem Norden bildet sich eine scharfe Luftmassengrenze. Dort drohen teils stürmische Winde, kräftige Schauer und sogar erste Schneefälle bis in tiefere Lagen. Besonders im Mittelgebirgsraum sind Schneeregen, Graupel und in höheren Regionen Schneeverwehungen möglich. Meteorologen rechnen mit einem ruppigen Übergang: Innerhalb weniger Stunden könnte das Thermometer vielerorts um mehr als 10 Grad fallen – begleitet von Böen und nasskaltem Wetter.

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Polarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) im Bundesstaat New York.
Görlitz - Polarlichter über Sachsen zu sehen am 11.10.2024 in Görlitz
Ein Tornado über dem Gardasee.
Kim Vanaken (L) und Schwester Angela Coble (M) vor ihrem zerstörten Haus durch El Reno, Oklahoma, USA, 01 June 2013.
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Frostige Tage nach turbulenter Front

Hinter der Kaltfront setzt sich die Polarluft zunehmend durch. Damit endet die milde Phase abrupt, und Deutschland steht eine kalte Wetterperiode bevor. Nachts sinken die Temperaturen verbreitet unter null Grad, tagsüber bleibt es bei Werten zwischen 0 und 5 Grad. Der Wechsel von fast frühlingshaften Bedingungen zu einem winterlichen Kaltlufteinbruch könnte schon am nächsten Wochenende (15. und 16. November) Realität werden – ein Vorgeschmack auf die kommenden Winterwochen, der viele überraschen dürfte.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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