Glatteis, Sturm und Schnee

Bayern-Wetterlage spitzt sich zu: Glatteis-Alarm! Heftige Unfälle, auch Müll-Auto beteiligt

Bayern steckt tief im Winter. In den kommenden Tagen dürfte es aber nochmal mehr Schnee geben. Tief „Elli“ sorgt für Unruhe.

Update vom 8. Januar, 18.00 Uhr: In Bayern gilt seit dem frühen Abend eine Unwetterwarnung. Alle weiteren Entwicklungen lesen Sie hier in unserem neuen Wetter-Ticker.

Update vom 8. Januar, 17.10 Uhr: Jetzt steht fest, dass an einigen Schulen in Bayern der Unterricht am Freitag, 9. Januar, entfällt. Hier können Sie alle nötigen Informationen nachlesen.

Update vom 8. Januar, 15.52 Uhr: In München hat es angefangen, stark zu schneien. Dieser soll bis etwa Mitternacht anhalten, ehe dann Schneeregen und dann Regen übernehmen sollen. Der Deutsche Wetterdienst hat eine Vorab-Unwetterwarnung vor Glatteis herausgegeben. Wir halten Sie hier über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.

Update vom 8, Januar, 14.59 Uhr: Eisige Temperaturen und Schneeverwehungen können den Bahnverkehr erheblich beeinträchtigen – doch die Deutsche Bahn (DB) in Bayern hat ihre Wintervorbereitungen dieses Jahr deutlich verstärkt. Von den mehr als 10.000 Weichen in Bayern können laut DB rund 8.140 beheizt werden, damit sie nicht einfrieren. Bei Schneeverwehungen fahren schwere Loks über verschneite Gleise und ziehen eine Spur für nachfolgende Züge, wie eine Sprecherin des Unternehmens erklärte. Auch eine dünne Eisschicht auf der Oberleitung etwa bei gefrierendem Regen sei meist kein Problem für den Bahnbetrieb. Allerdings räumt das Unternehmen ein: Selbst bei bestmöglicher Vorbereitung sei man nicht gegen alle Witterungen gefeit.

Update vom 8. Januar, 14.44 Uhr: Das Winter-Wetter in Bayern hat Folgen für den Straßenverkehr. Ein Müllfahrzeug verunglückte etwa am Donnerstagmorgen (08.01.2026) auf der Verbindungsstraße zwischen Obermichelbach und Niederndorf im Landkreis Fürth. Während der Fahrt, so die Informationen von News5, auf der verschneiten, leicht abfallenden Strecke in Richtung Niederndorf verlor der Fahrer beim Bremsvorgang die Kontrolle über das Fahrzeug. Das Müllfahrzeug geriet ins Schleudern, kollidierte mit der Straßenböschung und stürzte aufgrund seiner schwerpunktbedingten Instabilität um. Ein weiterer Unfall ereignete sich im Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Bayern-Wetterlage spitzt sich zu: Mehrere Unfälle – Frau überschlägt sich mehrfach

Eine junge Autofahrerin befuhr nach Informationen von News5 mit ihrem Fiat 500 die NEW 5 von Speinshart Richtung Trabitz, als ihr Wagen in einer sanften Rechtskurve auf der verschneiten Straße ins Schleudern kam. Das Fahrzeug schoss über die Fahrbahn hinaus ins angrenzende Feld und überschlug sich dabei mehrfach. Ein Ersthelfer, der zufällig an der Unfallstelle vorbeikam, handelte sofort: Als sich die Fahrzeugtüren nicht öffnen ließen, zertrümmerte er kurzerhand eine Seitenscheibe, um die eingeklemmte Frau zu befreien. Dabei verletzte er sich leicht an der Hand. Er kümmerte sich um die Verunglückte, bis professionelle Hilfe eintraf. Die Unfallverursacherin erlitt mittelschwere bis schwere Verletzungen und wurde nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst unter notärztlicher Betreuung in das Klinikum Weiden transportiert. Der völlig zerstörte Fiat musste von einem Abschleppdienst geborgen werden.

Update vom 8. Januar, 13.22 Uhr: Mittlerweile hat der DWD eine „Vorabinformation Unwetter vor Glatteis“ herausgegeben. Sie gilt ab 20 Uhr und betrifft zahlreiche Kreise und Städte – von München über Garmisch-Partenkirchen und Miesbach bis Altötting, Regen, Schwandorf und Neumarkt. Dazu heißt es beim DWD: „In der Nacht zum Freitag kommt es zum Übergang von Schneefall in Regen. Auf den gefrorenen Böden muss dabei mit Glatteis gerechnet werden. Es kann zu starken Einschränkungen im Schienen- und Straßenverkehr kommen. Hinsichtlich der genauen Entwicklung bestehen noch Unsicherheiten. Akute Unwetterwarnungen werden bei Bedarf ausgegeben.“

In Bayern wird vor Glatteis gewarnt.

Sturmtief „Elli“ zieht bald über Bayern: Glatteis und Neuschnee möglich

Update vom 8. Januar, 11.58 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit Glatteis und Neuschnee in vielen Regionen Bayerns. Wie sich das Wetter zum Wochenende weiter verschärfen könnte.

Der DWD warnt vor einer gefährlichen Wetterlage, die Bayern in der kommenden Nacht erfassen wird. Demnach sorgt Sturmtief „Elli“ für stundenlangen gefrierenden Regen und spiegelglatte Straßen in weiten Teilen des Freistaats. Die Meteorologen warnen vor einer Unwetterlage vom Allgäu über Oberbayern bis ins südliche Mittelfranken und die Oberpfalz – und vor allem in Niederbayern. Es drohen spiegelglatte Straßen und Gehwege, teils kombiniert mit stürmischen Böen.

Sturmtief „Elli“ sorgt für Schnee, Glätte und orkanartige Böen

Schuld an der Wetterlage ist Sturmtief „Elli“. Von Südwesten her erreichen am Abend Niederschläge den Freistaat. Im westlichen Franken und Schwaben droht daraufhin vorübergehend Glatteis, in den nördlichen Landesteilen kann es schneien – auch tagsüber. Im unterfränkischen Mittelgebirgsraum, in Oberfranken und der Oberpfalz bis nach Niederbayern, aber auch im Oberallgäu erwarten die Meteorologen zwischen 10 und 20 Zentimeter Neuschnee. 

Die Temperaturen liegen dabei knapp über dem Gefrierpunkt, könnten im Alpenvorland aber laut DWD milde zehn Grad erreichen. In der Nacht sinken die Werte auf minus sechs Grad, vorwiegend in den Bergen könnte es stürmisch werden. In den mittleren Lagen der Alpen seien sogar orkanartige Böen möglich.

In der Nacht zu Samstag erwarten die Wetterexperten dann wieder Schnee, primär in den Mittelgebirgen und den Alpen. Und das bei Werten zwischen minus einem und plus vier Grad. Doch die Kältepause ist nur vorübergehend. Bereits in der Nacht zum Sonntag erwartet der DWD frostige minus vier bis minus neun Grad, in Teilen Nordbayerns sogar bis minus 13 Grad.

Update vom 8. Januar, 9.04 Uhr: In der Nacht ist ein Lkw, der mit Paketen beladen war, auf schneeglatter Straße in Mittelfranken umgekippt. Feuerwehr und Polizei waren vor Ort. Die B8 war stundenlang gesperrt.

Wetter-Warnungen für Bayern: Es wird frostig im Freistaat

Update vom 8. Januar, 7 Uhr: Nach wie vor gelten zahlreiche Warnungen in Bayern. Noch bis 11 Uhr droht vielerorts strenger Frost. Betroffen sind vor allem der Süden und Osten, von den Kreisen Oberallgäu und Rosenheim bis Passau und Cham. Im Rest Bayerns drohen Glätte, Frost und leichter Schneefall.

Wildes Winterwetter in Bayern: Noch keine Entwarnung für den Freistaat

Der strenge Frost in Bayern ist danach vorerst vorbei - doch die Entwarnung kommt zu früh. Bereits in der Nacht zu Freitag droht erneut Glatteis mit schwierigen Straßenverhältnissen, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Die Temperaturen sollen sich dem DWD zufolge am Donnerstag zwischen minus 4 und 2 Grad einpendeln. Zunächst zieht der Schneefall weiter nach Osten und an die Alpen ab, verbreitet besteht jedoch weiterhin Glätte. In einigen Regionen hält sich tagsüber leichter Dauerfrost.

Am Abend erreichen von Südwesten her neue Niederschläge den Freistaat. Der Schnee geht in der Nacht zu Freitag vielerorts in Regen oder gefrierenden Regen über.

Bayern drohen Glatteis und schwierige Straßenverhältnisse – Unwetterpotential möglich

Damit drohen laut DWD erneut Glatteis und schwierige Straßenverhältnisse, örtlich auch mit Unwetterpotenzial. Die Tiefstwerte reichen der Vorhersage nach in der Nacht zu Freitag von 5 Grad am Bodensee und im Spessart bis minus 3 Grad im Fichtelgebirge und in der niederbayerischen Donauregion.

In den östlichen Mittelgebirgen und im Bayerwald kann es nochmals mäßigen Frost geben. Gebietsweise fällt weiterer Schnee, vor allem in höheren Lagen, ehe sich die Temperaturen im Tagesverlauf bayernweit im einstelligen Plus-Bereich bewegen. Zum Wochenende hin rechnet der DWD erneut mit Frost.

Turbulente Tage in Bayern: DWD mit Winter-Vorhersage für den Freistaat

Erstmeldung vom 8. Januar, 20.15 Uhr: München – Bayern stehen winterlich turbulente Tage bevor. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schreibt zum Donnerstag, 8. Januar: „Im Laufe des Donnerstags nähert sich von Westen dann die Warmfront eines sich rasch intensivierenden Sturmtiefs an.“ Diese bringt teils strengen Frost mit sich. Dazu gibt es Schnee, Glätte und Gefahren.

Gefahr durch „gefrierenden Regen“: Auch neuer Schneefall sorgt für Glätte in Bayern

Bereits in der Nacht und bis in den Donnerstagvormittag hinein gibt es in Bayern „verbreitet Glätte durch Schnee“. Gebietsweise gibt es den Meteorologen zufolge „bis 3, im Oberallgäu um 5 cm Neuschnee“. Auch im weiteren Verlauf des Donnerstags könne es Glätte durch Schneefall geben. Daher warnt der DWD auch in seiner Warnkarte für ganz Bayern mit Stufe eins bis zwei vor Glätte und Frost – alle Warnungen gibt es hier im Überblick:

Gefährlich wird es dann auch in der Nacht zum Freitag, 9. Januar. Zunächst gibt es sich von Südwesten her ausbreitende Niederschläge, schreiben die Meteorologen. „Im Norden und Osten Bayerns längere Zeit Schneefall mit Glätte, sonst zunehmend Übergang in Regen“, heißt es weiter. Die Gefahr: „Dabei vereinzelt, von den Alpen über das Vorland bis nach Niederbayern öfters Glatteis durch gefrierenden Regen!“

Winter-Knall in Bayern: Schnee übers Wochenende – und heftige Minustemperaturen

Am Freitag, 9. Januar, wird es dann tagsüber zunächst etwas milder, die Niederschläge kommen vermehrt als Regen herunter. Die Höchsttemperaturen liegen bei ein bis acht Grad. Ab dem Abend gibt es dann aber wieder durch gleichzeitig sinkende Temperaturen Schnee. „In der Nacht zum Samstag bis in tiefere Lagen wieder zunehmend Übergang in Schnee oder Schneeregen mit Glätte“, warnen die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst.

Zwischen Samstag, 10. Januar, und Sonntag, 11. Januar, gibt es dann durchweg Schneefall in Bayern, auch in den tiefen Lagen. In den höheren Lagen kann dieser laut DWD kräftiger ausfallen, im höhergelegenen Alpenvorland sind sogar „Schneeverwehungen wahrscheinlich“, warnen die Experten. Die Zehn-Tage-Grafik des Deutschen Wetterdienstes zeigt zudem, dass die Meteorologen in der gesamten kommenden Woche mit Niederschlägen und Schnee rechnen. Die Temperaturen pendeln dabei teilweise um die minus zehn Grad. (Quelle: DWD), (fhz)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Fotostand / Screenshot DWD (Collage: Merkur.de)

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