Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Winter-Wetter rauscht heran: Fünf Regionen im Fokus – Schneefallgrenze sinkt drastisch ab

In mehreren Regionen Deutschlands kündigen sich erste Wintereinbrüche an. Zwei nächtliche Schneefelder bringen glatte Straßen und weiße Landschaften. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

München - Am Dienstagabend (18. November) ziehen aus Norden dichte Wolken mit Regen heran, der im Verlauf der Nacht vielerorts in Schneeregen und Schnee übergeht. Die Temperaturen bewegen sich dabei nur wenige Zehntelgrad um den Gefrierpunkt, was große Unsicherheiten bei der Frage verursacht, wie viel Schnee liegen bleibt.

Ein Tief zieht in der Nacht auf Donnerstag (20. November) über Deutschland hinweg und kann bis in tiefe Lagen für eine weiße Überraschung sorgen.

Besonders rund um Bremen, Hamburg, Nordniedersachsen und Schleswig-Holstein kann es am frühen Mittwochmorgen (19. November) weiß werden. Felder und Wiesen haben die besten Chancen, aber auch auf einigen Straßen könnte sich ein dünner Schneebelag bilden. Die Intensität der Niederschläge entscheidet darüber, wie stark die bodennahe Abkühlung wirkt und ob der Schnee auch in den tieferen Lagen bestehen bleibt.

Jetzt gibt es Schnee bis in mittlere und eventuell sogar tiefe Lagen

Auch im Westen wird die Nacht auf Mittwoch (19. November) winterlich. In Rheinland-Pfalz, dem südlichen Nordrhein-Westfalen, dem Saarland sowie Teilen von Hessen und Baden-Württemberg sind Schneeschauer und Schneeregen möglich. Ab etwa 400 bis 500 Metern Höhe kann es weiß und glatt werden.

Bei kräftigen Schauern ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass die Schneefallgrenze kurzfristig auf 100 bis 200 Meter absinkt. Dieser Effekt, die sogenannte Niederschlagsabkühlung, entsteht dadurch, dass intensiver Niederschlag die Luftschichten stark herunterkühlt, sodass der Schnee bodennah nicht mehr schmilzt. Regionen wie Eifel, Hunsrück, Taunus, Sauerland und Vogelsberg gehören zu den Bereichen mit den größten Chancen auf eine geschlossene Schneedecke.

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Neue Wetter-Front aus Westen: Starke Schwankungen der Schneefallgrenze

In der Nacht auf Donnerstag (20. November) erreicht ein neues Tief Deutschland und bringt erneut Niederschläge, die vielerorts bis in tiefe Lagen als Schneeregen oder Schnee fallen können. Besonders der Westen und Teile des Nordens sind erneut betroffen, doch die Schneefallgrenze zeigt große Variabilität. Sie schwankt im Verlauf der Nacht zwischen rund 100 und 400 Metern, was eine genaue Wetter-Prognose erschwert.

Unabhängig davon muss verbreitet mit Glätte gerechnet werden, sei es durch überfrierende Nässe oder durch nassen Schnee. Die Verkehrslage bleibt daher unsicher, und wintertaugliche Bereifung wird dringend angeraten.

In Italien zeigt sich das Wetter aktuell von seiner turbulenten Seite. Nach schweren Unwettern wurden zwei Menschen verschüttet. Darunter ein 32-jähriger Deutscher, der schon in Sicherheit war. Nun gibt es traurige Gewissheit.

Rubriklistenbild: © metdesk / wxcharts.com

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