Pragmatischer Ansatz

Corona: Tierärzte wollen in Impfkampagne einbezogen werden

Corona-Impfung (Symbolfoto). (Symbolfoto).
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Corona: Tierärzte wollen mitimpfen (Symbolfoto).

Die deutschen Tierärzte wollen mitimpfen. Sie fordern jetzt die Politik auf, sie in die Corona-Impfkampagne einzubinden.

Osnabrück - In den USA würden Tierärzte wie selbstverständlich mit impfen. Dieser pragmatische Ansatz trage dort zum großen Erfolg bei, erklärte der Präsident des Bundesverbands der praktizierenden Tierärzte Sebastian Moder der Neuen Osnabrücker Zeitung. Auch in Frankreich dürften Tierärzte demnächst Impfungen gegen das Coronavirus* verabreichen, sagte der Verbandschef.

Corona-Impfungen: Tierärzte könnten zwei Millionen Menschen pro Monat impfen

Die deutschen Tierärzte haben die Bundesregierung aufgefordert, sie in die Corona-Impfkampagne einzubinden. Die rund 10.000 Tierarztpraxen in Deutschland könnten bei 50 Impfungen pro Woche und Praxis in einem Monat ohne Weiteres zwei Millionen Menschen mit dem Vakzin versorgen, so Siegfried Moder.

Die Bundesregierung müsse hierzulande unverzüglich die rechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen, forderte der Verbandschef. „Wenn im zweiten Quartal tatsächlich große Mengen an Impfstoffen eintreffen, wie es die Bundesregierung verspricht, dann sollte in Deutschland jeder impfen, der impfen kann“, sagte Moder.

Tierärzte: Hilfsangebot bis jetzt ignoriert

Moder warf Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) „Versäumnisse und Missmanagement“ vor. Sein Verband habe der Bundesregierung bereits Anfang Dezember seine Unterstützung bei der Corona-Schutzimpfung angeboten, „aber unser Hilfsangebot wurde, wie schon die Corona-Testung durch akkreditierte Vet-Labore im letzten Sommer, bis heute ignoriert“, kritisierte Moder. „Das kann man machen, wenn man die Lage im Griff hat“, sagte Moder. Angesichts der dritten Welle und der täglichen Hiobsbotschaften halte sein Verband „diese Ignoranz jedoch für grob fahrlässig.“ (AFP) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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