Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Satellitenbilder zeigen außergewöhnliche Wetterlage über Deutschland – doch nächste Wende steht kurz bevor
Saharaluft bringt Spätsommerwärme nach Deutschland. Nach dem Hitze-Intermezzo sorgt arktische Kaltluft für einen Wettersturz. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel – Eine außergewöhnliche Wetterlage sorgt derzeit für Schlagzeilen: Eine riesige Staub- und Warmluftschleppe aus der Sahara erreicht Deutschland. Satellitenbilder zeigen, wie sich der Staub von Nordafrika über das Mittelmeer bis zu den Alpen zieht. Mit ihm gelangt subtropische Luft nach Mitteleuropa, die die Temperaturen auf Werte treibt, die sonst eher Ende Mai üblich sind.
Besonders im Süden und in der Mitte Deutschlands klettern die Temperaturen am Donnerstag (13. November) und Freitag (14. November) auf 18 bis 22 Grad – T-Shirt-Wetter mitten im November. Selbst im Norden sind stellenweise 15 Grad möglich. Meteorologen sprechen von einer „Sahara-Heatwave“, die so spät im Jahr nur selten vorkommt.
Sommer-Wetter im November: „Sahara-Heatwave“ sorgt für Rekordwärme
Diese Phase der Wärme ist nicht nur ungewöhnlich, sondern könnte regional sogar Temperaturrekorde brechen. Die Kombination aus südlicher Strömung, Sonnenschein und trockener Luft führt zu einem deutlichen Temperaturüberschuss. Der Himmel wirkt dabei oft milchig, teils gelblich verfärbt – ein typisches Zeichen für Saharastaub in der Atmosphäre.
Solche Wetter-Phänomene sind in den Wintermonaten zwar nicht völlig neu, aber in dieser Intensität außergewöhnlich. Experten sehen darin ein Beispiel für die zunehmende Wetterextreme im Zuge der globalen Erwärmung. Während sich viele über das angenehme Herbstwetter freuen, kündigt sich bereits das nächste Kapitel im Wetterdrama an.
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Temperatursturz und Schneegefahr ab dem Wochenende
Denn pünktlich zum Wochenende (15. und 16. November) kippt die Wetterlage komplett. Aus Norden stößt Polarluft bis nach Mitteleuropa vor – und mit ihr rauscht das Thermometer um bis zu 15 Grad nach unten. Schon am Sonntag sind in Norddeutschland erste Schauer möglich, in höheren Lagen auch Schneeregen. Zu Wochenbeginn (17. November) droht dann regional Nachtfrost, und selbst Schnee bis in tiefere Lagen ist nicht ausgeschlossen. Nach der „Sahara-Heatwave“ folgt also ein regelrechter Kälteschock – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie extrem und sprunghaft das Wetter im November 2025 verlaufen kann.
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