Schnee, Frost und Sturmböen

Winter-Chaos in Bayern: Schlimme Unfälle, zwei Regionen im Fokus – München-Warnung aktiv

Der Winter lässt nicht locker – im Gegenteil. Auch am Freitag droht in Bayern noch teils heftiger Schneefall. Es gab schon zahlreiche Unfälle.

Update vom 20. Februar, 9.34 Uhr: Schneemassen sorgen in Augsburg für Bäder-Sperrungen. Gleich zwei städtische Schwimmbäder mussten ihren Betrieb einstellen, weil die Schneelast auf den Gebäuden zu groß geworden ist. Konkret handelt es sich um das Spickelbad und das Hallenbad Haunstetten, wie die Stadt Augsburg bekannt gab. Ein Termin für die Wiedereröffnung steht derzeit noch nicht fest. Andere Einrichtungen sind von den Einschränkungen nicht betroffen. Sowohl das Gögginger Hallenbad als auch das Alte Stadtbad bleiben weiterhin regulär geöffnet und können von Badegästen wie gewohnt besucht werden. Sollte es durch den anhaltenden Schneefall zu zusätzlichen Schließungen kommen, hat die Stadt Augsburg angekündigt, zeitnah darüber zu informieren.

Update vom 20. Februar, 8.56 Uhr: Schnee und Glätte haben in der Nacht auf Freitag erneut zu zahlreichen Verkehrsunfällen in Bayern geführt. Besonders betroffen waren Oberbayern und Schwaben, wo die Polizei zu Dutzenden Einsätzen ausrücken musste. In vielen Regionen soll der teils heftige Schneefall noch am Freitagvormittag andauern.

Am späten Donnerstagabend ereignete sich auf der Autobahn 99 nahe Aschheim ein besonders folgenschwerer Unfall. Ein 51-jähriger Familienvater war mit seinem Wagen von der Autobahn auf einen Parkplatz abgefahren, wo er auf der glatten Fahrbahn die Kontrolle verlor. Sein Fahrzeug krachte in einen abgestellten Sattelzug und wurde unter dessen Auflieger geschoben. Der Mann, seine 47 Jahre alte Frau und die zehnjährige Tochter erlitten schwere Verletzungen und mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Anhaltender Schneefall: Viele Unfälle auf glatten Straßen

Im südlichen Oberbayern zählte die Polizei rund 75 witterungsbedingte Einsätze. Wie ein Sprecher erklärte, handelte es sich überwiegend um Blechschäden. Insgesamt erlitten zwölf Personen leichte Verletzungen – schwerer verletzte sich niemand. Zusätzlich sorgten unter der Schneelast umstürzende Bäume für Behinderungen auf den Straßen.

Im nördlichen Oberbayern meldete die Polizei ebenfalls eine deutlich erhöhte Unfallzahl, konnte aber keine konkreten Zahlen nennen. Verletzte gab es laut einem Sprecher dort keine. In Unterfranken hatte sich die Situation bereits am Donnerstagabend entspannt. Bis dahin hatten die Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Unterfranken jedoch bereits mehr als 100 Einsätze bewältigt. In der Nacht blieb es dann ruhig.

Im Einsatzgebiet des Polizeipräsidiums Schwaben Nord zählten die Beamten bis zu 20 Unfälle. Es entstanden laut einem Sprecher aber nur kleinere Schäden. Mehrere Lastwagen blieben in Schwaben wegen des Schneefalls auf der Straße stecken. Meist konnte die Straßenmeisterei die Fahrer aus ihrer misslichen Lage befreien. Einmal kam die Feuerwehr zu Hilfe. Im Süden Schwabens zählte das Präsidium 28 Einsätze, bei einem davon verletzte sich eine Person leicht.

Winterwetter beeinträchtigt auch Zugverkehr in Bayern

In Niederbayern kamen 30 Unfälle mit Sachschaden hinzu. Darüber hinaus mussten Einsatzkräfte bei 25 weiteren Vorfällen helfen – etwa bei Fahrzeugen, die liegen geblieben waren. Auch der Bahnverkehr wurde vom Winterwetter empfindlich getroffen. Auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck fiel ein Baum auf die Gleise und beschädigte die Oberleitung. Züge aus München enden daher vorzeitig in Garmisch-Partenkirchen.

In Mittelfranken stürzte ebenfalls ein Baum auf die Gleise – diesmal zwischen Roßtal und Ansbach. Auch dort wurde die Oberleitung in Mitleidenschaft gezogen. Der Zugverkehr auf diesem Abschnitt ist derzeit nicht möglich. Betroffen sind unter anderem die S-Bahnen der Linie 4 zwischen Nürnberg und Crailsheim. Laut der Bahn wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet.

Ab dem Wochenende zeichnet sich eine Wetterumstellung ab: Der Schnee soll in weiten Teilen Bayerns in Regen übergehen, die Temperaturen steigen deutlich. Am Sonntag könnten örtlich bis zu 15 Grad erreicht werden. Allerdings bleibt es in der Nacht zum Samstag vor allem im Osten des Freistaats weiterhin glatt.

Update vom 20. Februar, 7.31 Uhr: Bei Aschheim im Landkreis München hat sich am Donnerstagabend ein schwerer Verkehrsunfall auf einem Autobahnparkplatz ereignet. Ein 51-Jähriger verlor auf glatter Straße die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte in einen abgestellten Sattelzug. Dabei erlitten er, seine Frau und die gemeinsame Tochter erhebliche Verletzungen.

Der Mann war laut Polizei auf der Autobahn 99 nahe München unterwegs und wollte einen Parkplatz ansteuern. Beim Abbiegen geriet sein Wagen nach links und kollidierte mit einem dort stehenden Lastwagen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto teilweise unter den Auflieger des Sattelzugs gedrückt.

Im Fahrzeug saßen neben dem 51-jährigen Fahrer auch seine 47 Jahre alte Ehefrau sowie die zehnjährige Tochter des Paares. Alle drei Insassen zogen sich bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen zu. Rettungskräfte brachten die gesamte Familie anschließend in ein Krankenhaus.

Weiter DWD-Warnungen in Bayern

In Stadt und Landkreis München gilt am Freitagmorgen noch eine Warnung vor Frost und Schneefall. Dies betrifft den kompletten Süden des Freistaats, oft kommt noch eine Glätte-Warnung hinzu. Der Rest der DWD-Warnkarte leuchtet gelb: Es drohen Frost, Glätte und leichter Schneefall. Bald soll es aber milder werden.

In München hat es in der Nacht zum Freitag nochmal ordentlich geschneit.

Update, 18.15 Uhr: In großen Teilen Bayerns hat sich die Lage nun deutlich beruhigt. Nur im Süden will der Schnee nicht locker lassen – und das kann bis Freitagvormittag (20. Februar) so bleiben, wie der DWD mitteilt. Noch bis elf Uhr gilt die Schnee-Warnung. Bis dahin sollen Mengen von zehn bis 20 Zentimetern fallen. In München bewegen sich die Temperaturen um den Gefrierpunkt, im Laufe des Freitags steigen sie nur minimal auf bis zu drei Grad.

Bayern erlebt ein Wintercomeback.

Update, 15 Uhr: Während es in München beeindruckend stark schneit, entspannt sich andernorts die Lage – vor allem beim öffentlichen Nahverkehr in Unterfranken. Laut den Verkehrsbetrieben WVV rollen in Würzburg sämtliche Busse wieder auf allen Linien. Auch im Landkreis Kitzingen kehrt Normalität ein: Wie das Landratsamt mitteilte, wurde der Busverkehr ab dem Mittag schrittweise und schließlich komplett wieder aufgenommen. Vereinzelt müssen Fahrgäste allerdings noch mit Behinderungen auf bestimmten Strecken oder an einzelnen Haltestellen rechnen.

Update, 14 Uhr: Noch immer herrscht in Teilen Bayerns Schneechaos. Vor allem in Unterfranken wütet der Winter – Teile des Nahverkehrs standen still (siehe vorherige Meldung). Doch auch im Süden des Freistaats wird es winterlich: Der Deutsche Wetterdienst hat für Oberbayern, auch die Stadt München, eine amtliche Warnung vor Schneefall und Frost herausgegeben: Es könne bis zu 20 Zentimeter Neuschnee geben, warnen die Meteorologen. Zudem wird es glatt.

DWD-Warnungen für Bayern: Schnee, Frost und Sturmböen

Die Warnung gilt für den Süden Bayerns bis zum Alpenrand. Zudem warnt der DWD im gesamten Gebiet des Freistaats vor Glätte. Am Vormittag ist es witterungsbedingt bereits zu zahlreichen Unfällen gekommen. In Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld in Unterfranken muss zusätzlich mit Sturmböen gerechnet werden.

Verschneites München: Der DWD hat am Donnerstag eine Wetter-Warnung für die Landeshauptstadt herausgegeben.

Update, 10 Uhr: Heftiger Schneefall hat mittlerweile weite Teile Unterfrankens lahmgelegt. In mehreren Städten und Landkreisen der Region musste der öffentliche Nahverkehr komplett oder teilweise eingestellt werden – Busse blieben in den Depots, zahlreiche Straßen waren kaum passierbar.

Schneefall legt ÖPNV in Unterfranken lahm

Besonders hart traf es Würzburg: Sämtliche Stadtbusse standen nach Angaben der Verkehrsbetriebe WVV still. Lediglich die Straßenbahnen rollten weiterhin durch die Stadt. Im benachbarten Landkreis Kitzingen ging gar nichts mehr – dort stellten die Verantwortlichen den kompletten ÖPNV ein. Wie das Landratsamt erklärte, werde laufend überprüft, ab wann einzelne Strecken wieder bedient werden können. Auch in Lohr am Main im Landkreis Main-Spessart setzten die Betreiber den Busverkehr vorläufig aus.

Die betroffenen Kommunen und Landkreise begründeten den Stopp mit erheblichen Sicherheitsrisiken. Aus Würzburg hieß es, Schnee verlängere die Bremswege massiv. Besonders in höher gelegenen Gebieten bestehe für Busse die Gefahr, die Bodenhaftung zu verlieren. Ins Rutschen geratene Fahrzeuge stellten eine ernste Bedrohung für Fahrgäste, andere Verkehrsteilnehmende sowie das Fahrpersonal dar.

Starker Schneefall sorgt in Unterfranken für Verkehrsbehinderungen.

Zahlreiche witterungsbedingte Einsätze der Polizei

Dass diese Sorgen nicht unbegründet waren, zeigten die Einsatzzahlen der Polizei Unterfranken. Bis zum Vormittag registrierten die Beamten bereits 45 witterungsbedingte Verkehrsunfälle. Hinzu kamen 35 weitere Einsätze wegen der Schneelage. Ein Schwerpunkt war dabei der Spessart. Zahlreiche Lastwagen blieben auf den Straßen stecken, wie eine Polizeisprecherin erläuterte. Bei allen Unfällen wurde lediglich eine Person leicht verletzt.

Erstmeldung vom 19. Februar, 7.40 Uhr: Der Winter hat noch nicht genug – und die Menschen in Bayern müssen sich auf weiteren Schnee einstellen. Dieser geht zudem mit zusätzlichen Gefahren einher, wie Meteorologin Daniela Kreck im aktuellen Wetter-Video bei „The Weather Channel Deutschland“ auf YouTube berichtet.

Schnee und Glätte in Bayern: Wetter-Vorhersage mit Winter-Ansage

Ab Mittwochabend, 18. Februar, überquert eine echte Schnee-Wand vom Südwesten her bis in den Nordosten Deutschland. Vor allem im Alpenvorland, aber auch bis in tiefere Lagen, soll es dabei neuen Schnee geben, erklärt Kreck in dem Wetter-Video. Eine Analyse, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigt – in der aktuellen Warnkarte des DWD warnen die Meteorologen vor „leichtem Schneefall“, der vom Allgäu bis nach Cham niedergehen soll.

Der Winter hat Bayern auch weiterhin fest im Griff – und schickt eine neue Schnee-Walze, die den Freistaat überrollt. (Symbolbild)

In Teilen Westbayerns (zwischen Ulm und Ansbach) warnt der DWD zusätzlich vor „markanter Glätte“, im Rest des Freistaats „nur“ vor Glätte. Die Warnungen gelten bis in die frühen Morgenstunden des Donnerstags, 19. Februar. Vor der durch gefrierenden Regen entstehenden Glätte warnt auch Meteorologin Kreck bei „The Weather Channel Deutschland“. Dabei kann es ihr zufolge sogar noch ernster werden: „Die Niederschläge können dabei auch unwetterartig ausfallen, vor allem im Bereich der Schwäbischen Alb, in Mittelfranken, der Oberpfalz und in Niederbayern.“

Die schönsten Winterwanderungen in Bayern im Jahr 2026: Klassiker und Geheimtipps

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Viel Neuschnee noch vor dem Wochenende: Bayern weiter in winterlichem Griff

Auch am Donnerstag tagsüber soll es nochmal schneien, erklärt Daniela Kreck, betroffen ist vor allem Ostbayern. Vorhergesagt werden ihr zufolge zwei bis acht Zentimeter. Aber bedingt durch ein ausgreifendes Italien-Tief können auch im äußersten Süden nochmal bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fallen.

Auch der Deutsche Wetterdienst warnt vor reichlich Neuschnee: „Im Laufe des Donnerstags im Norden Bayerns mit Ausnahme der tiefsten Lagen und des Hofer Landes (dort allenfalls geringer Schneefall) nochmals häufig 1-5 cm Neuschnee. Dann auch von den Alpen her auf den Süden Bayerns ausgreifender Schneefall mit Mengen verbreitet zwischen 5 und 10, im südlichen Vorland und evtl. bis ins südliche Niederbayern vielerorts 10-15, vereinzelt bis 20 cm Neuschnee bis Freitagvormittag. In den höheren Lagen der Alpen insgesamt etwa 20-40 cm.“ Bis zum Wochenende bleibt es also erstmal richtig winterlich in Bayern. (Quelle: The Weather Channel Deutschland / YouTube, Deutscher Wetterdienst), (fhz)

Rubriklistenbild: © Lukas Barth-Tuttas/dpa

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