-40 Grad in den USA

Arctic Outbreack: Wetterexperte skizziert Frost-Szenario für Deutschland – „Erfrierungen innerhalb von Minuten“

Ein polarer Kälteschock lähmt Nordamerika: Temperaturen von -40 Grad und Schneechaos. Was passiert, wenn solche Extreme Deutschland heimsuchen?

München – Nordamerika erlebt derzeit eine Wetter-Katastrophe der Superlative: Temperaturen stürzen tagsüber auf unter -20 Grad, nachts auf unvorstellbare -40 Grad. Heftige Blizzards, die ganze Regionen mit meterhohem Schnee bedecken, sorgen für massive Beeinträchtigungen. Straßen sind unpassierbar, Flughäfen geschlossen und Millionen Menschen kämpfen gegen Stromausfälle.

„Erfrierungen innerhalb von Minuten“: Wetterexperte beschreibt Gefahren von Extrem-Kälte

„Es sind gefährliche Temperaturen, bei denen Erfrierungen innerhalb von Minuten auftreten können“, warnt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Doch das führt zu einer brennenden Frage: Kann sich ein solches Szenario auch bei uns in Deutschland abspielen?

Minus 40 Grad in Deutschland? Wie realistisch sind solche Wetterextreme?

Die gute Nachricht vorweg: Solche extremen Temperaturen wie in Nordamerika sind in Deutschland nahezu ausgeschlossen. Doch warum? Meteorologen erklären, dass Europa von mehreren „Barrieren“ geschützt wird. Zum einen verhindert der Golfstrom – eine warme Meeresströmung im Atlantik – das Absinken der Temperaturen auf arktisches Niveau.

Zum anderen sorgt die geografische Lage Deutschlands dafür, dass kalte Luftmassen aus der Arktis abgeschwächt werden, bevor sie Mitteleuropa erreichen. Zwar können auch hierzulande eisige Nächte mit Temperaturen von -20 Grad auftreten, doch Werte wie -40 Grad, wie aktuell in den USA, bleiben eine Ausnahme. Auf eine Eiszeit wäre Deutschland jedoch nicht ausreichend vorbereitet.

Blizzard und massive Kälteschübe treffen die USA: Schneesturm am 6. Januar in Florence (Kentucky).

Winter-Frosthölle: Hat Deutschland einen milden Schutzschild oder trügerische Sicherheit?

Trotz des vergleichsweise „milden“ Winters in Deutschland gibt es keine vollständige Entwarnung. Besonders bei langanhaltenden Ostwindlagen können eisige Luftmassen aus Russland Deutschland erreichen und zu extremen Kältewellen führen. Meteorologen erinnern an den Winter 1929, als Temperaturen von unter -30 Grad in Deutschland gemessen wurden. Zudem kann arktische Kälte nach Deutschland wehen, wenn der Polarwirbel abschwächt.

Solche Wetterextreme sind jedoch selten und weniger dramatisch als in Nordamerika. Trotzdem sollten auch wir vorbereitet sein: Ein plötzlicher Wintereinbruch kann Verkehr, Infrastruktur und Alltag erheblich beeinträchtigen – wenn auch nicht mit den arktischen Ausmaßen der USA.

Rubriklistenbild: © Carolyn Kaster/picture alliance/dpa/AP

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